Corona Schutzimpfung

Häufige Fragen rund um die Corona-Schutzimpfung im Landkreis Donau-Ries



Im Folgenden finden Sie Antworten auf häufige Fragen rund um die Corona-Schutzimpfung. Die Informationen und Inhalte wurden mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und zusammengefasst. Wir sind bemüht, diese Informationen aktuell, inhaltlich korrekt und vollständig darzustellen. Eine Gewähr und Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität kann dennoch nicht übernommen werden.

Fragen zur Corona-Impfempfehlung:

Warum sollte ich mich gegen COVID-19 impfen lassen?

Eine Impfung gegen Corona trägt sowohl zum individuellen Schutz als auch zur Eindämmung der Pandemie bei.

 

COVID-19 ist eine Erkrankung, die durch die Infektion mit SARS-CoV-2 auftreten kann. Der Krankheitsverlauf variiert hinsichtlich Symptomatik und Schwere. Es können Infektionen ohne Symptome, mit schwachen Symptomen oder mit schweren Symptomen auftreten. Ein Teil der COVID-19 Patienten hat sich auch Wochen oder Monate nach Beginn der Erkrankung noch nicht wieder erholt. Da das Virus auch durch Personen, die keinerlei Symptome aufweisen, übertragen werden kann und generell sehr leicht übertragbar ist, breitet es sich schnell aus.

Durch eine Impfung kann das Infektions- und Erkrankungsrisiko sehr stark reduziert werden. Wie bei jeder Impfung können auch nach einer Corona-Schutzimpfung Impfreaktionen auftreten. Der Nutzen einer Impfung überwiegt jedoch bei weitem die Risiken.

Quelle: Robert Koch Institut (Abrufdatum: 16.02.2021)

Ist die Impfung verpflichtend?

Nein. Die Impfung gegen das Coronavirus ist freiwillig.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (Abrufdatum: 16.02.2021)

Wie viele Menschen wurden bereits geimpft?
Aktuelle Zahlen zu durchgeführten Impfungen veröffentlicht das RKI jeden Tag unter RKI - Coronavirus SARS-CoV-2 - Digitales Impfquotenmonitoring zur COVID-19-Impfung.

Fragen zur Impfreihenfolge:

Wer wird wann geimpft?

Da zu Beginn nur begrenzte Impfstoffmengen zur Verfügung stehen, können nicht alle Menschen direkt geimpft werden.

In der sogenannten Impfverordnung wurde festgelegt, welche Personengruppen zuerst geimpft werden. Das Bundesgesundheitsministerium rechnet damit, dass allen Menschen im Sommer 2021 ein Impfangebot gemacht werden kann. 

 

Höchste Priorität:

  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären und teilstationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
  • Personen, die regelmäßig Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 durchführen
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten sowie Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege begutachten und prüfen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren und in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden (wie z.B. Bronchoskopie)
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht - insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin

 

Hohe Priorität:

  • Über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung
  • Personen nach einer Organtransplantation
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung (bipolare Störung, Schizophrenie, schwere Depression)
  • Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen
  • Personen mit schweren chronischen Lungenerkrankungen (z.B. interstitielle Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose), Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen, Diabetes mellitus mit Komplikationen, Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung, chronischer Nierenerkrankung oder Adipositas (mit BMI über 40)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 70 Jahre alt sind, nach Organtransplantation oder die eine der vorgenannten Erkrankungen oder Behinderung haben
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen für geistig oder psychisch behinderte Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärztinnen und Ärzte und Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren
  • Polizei- und Einsatzkräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Erfasst sind auch Soldatinnen und Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die in Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder für das Deutsche Archäologische Institut an Dienstorten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die im Ausland für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen an Orten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in besonders relevanten Positionen zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die insbesondere in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen oder in sonstigen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe oder in Frauenhäusern untergebracht oder tätig sind
  • Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind

 

Erhöhte Priorität:

  • Über 60-Jährige
  • Personen insbesondere mit folgenden Erkrankungen: behandlungsfreie in Remission befindliche Krebserkrankungen, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen, rheumatologische Erkrankungen, Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Schlaganfall, Asthma, chronisch entzündliche Darmerkrankung, Diabetes mellitus ohne Komplikationen, Adipositas (BMI über 30)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 60 Jahre alt sind und eine der vorgenannten Erkrankungen haben
  • Personen, die Mitglieder von Verfassungsorganen sind oder in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege, im Ausland bei den deutschen Auslandsvertretungen, für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen tätig sind
  • Wahlhelferinnen und Wahlhelfer
  • Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen
  • Beschäftigte, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere in Laboren und Personal, das keine Patientinnen oder Patienten betreut
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
  • Personen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen, die nicht Grund-, Sonder- oder Förderschulen sind, tätig sind sonstige Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht

Quelle: Bundesgesundheitsministerium (Abrufdatum: 15.03.2021)

 

Warum werden ältere und hochaltrige Personen vor vielen anderen vulnerablen Gruppen priorisiert?

Ein wichtiges Impfziel ist es, schwere COVID-19-Erkrankungen und –Todesfälle zu verhindern. Der wesentlichste Risikofaktor für eine schwere COVID-19-Erkrankung ist das zunehmende Alter. Für jüngere Menschen (<60 Jahre) ist auch bei Vorliegen einer Vorerkrankung die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 schwer zu erkranken oder zu sterben, deutlich niedriger als bei älteren Menschen, unabhängig von Vorerkrankungen.

Quelle: Robert Koch Institut (Abrufdatum: 16.02.2021)

Wann werden pflegende Angehörige geimpft?

Pflegende Angehörige gehören der Gruppe der Menschen mit hoher Priorität an und sind demnach als zweitens an der Reihe.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (Abrufdatum: 17.02.2021)

Haben Personen mit Vorerkrankung einen Anspruch auf eine vorrangige Impfung?

Personen mit bestimmten Vorerkrankungen haben gemäß der Coronavirus-Impfverordnung einen Anspruch auf Schutzimpfung mit hoher bzw. erhöhter Priorisierung. Es obliegt den für die Impfung Verantwortlichen, Personen, die nicht explizit genannt sind, in die jeweilige Priorisierungskategorie einzuordnen. Dies betrifft insbesondere Personen mit seltenen, schweren Vorerkrankungen, für die ein erhöhtes Risiko angenommen werden kann.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (Abrufdatum: 16.02.2021)

Kann ich meine Kinder auch impfen lassen?

Zunächst stehen die Impfstoffe nur für Erwachsene zur Verfügung. Das liegt daran, dass die Impfung noch nicht ausreichend bei Kindern und Jugendlichen getestet wurde.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (Abrufdatum: 17.02.2021)

Fragen zum Zugang der Impfung:

Was kostet die Impfung?

Die Impfung ist für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos. Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (Abrufdatum: 17.02.2021)

Wo ist die Impfung möglich?

Eine Impfung ist aktuell nur im Impfzentrum am Wohnort oder hilfsweise am Ort des gewöhnlichen Aufenthalts möglich.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (Abrufdatum: 17.02.2021)

Warum gibt es die Impfung noch nicht beim Hausarzt?

Das hat vor allem logistische Gründe. Manche Impfstoffe müssen stark gekühlt werden, kommen in großen Mengen und müssen richtig gelagert werden. Wenn ausreichend Impfstoff vorhanden ist, der keine besondere Kühlung erfordert, sollen zusätzlich Haus- und Fachärzte die Impfungen übernehmen.

Mit der aktuellen Impfverordnung vom 8. März wurde die Grundlage für Impfungen in den Hausarztpraxen geschaffen. Die Impfungen dort sollen starten, sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Die Gespräche zwischen Bund und Ländern dazu laufen.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (Abrufdatum: 15.03.2021)

Welches Impfzentrum ist für mich zuständig?

Für eine Impfung müssen sich Bürgerinnen und Bürger an das Impfzentrum an ihrem Wohnsitz oder am Ort ihres ständigen Aufenthalts wenden. Das gilt auch dann, wenn ein anderes Impfzentrum näher oder besser erreichbar ist.

Im Landkreis Donau-Ries wurden folgende zwei Impfzentren eingerichtet:

Impfzentrum Donauwörth                         Impfzentrum Nördlingen

Josef-Gänsler-Straße 8                                Nürnberger Str. 17

86609 Donauwörth                                       86720 Nördlingen

Sind die Impfzentren barrierefrei erreichbar?

Ja, beide Impfzentren sind barrierefrei erreichbar.

Wie bekomme ich einen Termin für die Impfung?

Für die Vereinbarung eines Impftermins gibt es aktuell drei Wege:

  • Online:

Unter www.impfzentren.bayern können sich Bürgerinnen und Bürger für einen Impftermin in den regionalen Impfzentren oder durch die mobilen Impfteams online registrieren. Das Online-Registrierungssystem besteht aus zwei Stufen:

  1. Anmeldung über das Online-Registrierungssystem unter Angabe verschiedener Daten, die für die Priorisierung notwendig sind (z.B. Alter, Berufsgruppe).
  2. Erhalt einer Termineinladung, die durch das zuständige Impfzentrum per SMS oder E-Mail an die registrierte Person versendet wird. Dabei orientiert sich die Vergabe der Impftermine an der Zugehörigkeit zu der jeweils aufgerufenen Prioritätengruppe.

Bitte beachten: Sie müssen sich nur einmal registrieren und werden automatisch kontaktiert, sobald Sie an der Reihe sind. Eine weitere Kontaktaufnahme mit dem für Sie zuständigen Impfzentrum ist nicht erforderlich.

Quelle: Bayerisches Impfzentrum (Abrufdatum: 17.02.2021)

  • Telefonisch:

Registrierung über die im Landkreis zuständigen Impfzentren:

Impfzentrum Donauwörth                          Impfzentrum Nördlingen

Josef-Gänsler-Straße 8                                 Nürnberger Str. 17

86609 Donauwörth                                       86720 Nördlingen

Tel.: 0906 / 126 789 30                                Tel.: 09081 218 1712

Bitte beachten: Es wird lediglich eine Registrierung und keine Terminvergabe vorgenommen. Sobald eine Terminauswahl möglich ist, werden Sie durch das zuständige Impfzentrum kontaktiert.

Quelle: Landratsamt Donau-Ries (Abrufdatum: 17.02.2021)

 

  • Telefonisch:

Unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116117 werden Sie mit dem für Sie zuständigen Impfzentrum verbunden. Die Bundes-Hotline ist von 08:00 bis 22:00 Uhr an sieben Tagen in der Woche zu erreichen.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (Abrufdatum: 17.02.2021)

 

Wie wird mir der Termin mitgeteilt, wenn ich anrufe oder mich online anmelde?
  • Telefonische Anmeldung: Den Impfberechtigten wird ihr Termin telefonisch seitens

des zuständigen Impfzentrums mitgeteilt.

  • Online-Anmeldung: Den Impfberechtigten wird der Termin per E-Mail oder

SMS zugewiesen. Eine weitere Kontaktaufnahme mit dem für Sie zuständigen Impfzentrum ist nicht erforderlich.

Kann ich mich auch ohne Termin impfen lassen?

Nein, eine Impfung ist nur mit Termin möglich.

Ist vor der Impfung ein Coronatest notwendig?

Nein, das ist nicht notwendig, solange Sie keine Symptome aufweisen. Die Verträglichkeit der Impfung wird durch eine unbemerkte Coronavirus-Infektion zu der Zeit der Impfung nicht negativ beeinflusst.
Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Abrufdatum: 19.02.2021)

Kann ich mich impfen lassen, wenn ich bereits positiv auf das Coronavirus getestet wurde?

Es ist davon auszugehen, dass Personen, die von einer SARS-CoV-2-Infektion oder COVID-19 genesen sind zumindest vorübergehend über einen gewissen Schutz vor einer Erkrankung verfügen. Aufgrund dieser anzunehmenden Immunität nach durchgemachter Infektion, zur Vermeidung überschießender Nebenwirkungen und in Anbetracht des bestehenden Impfstoffmangels sollten ehemals an COVID-19 erkrankte Personen nach Ansicht der STIKO unter Berücksichtigung der Priorisierung im Regelfall etwa 6 Monate nach Genesung geimpft werden.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (Abrufdatum: 19.02.2021)



Fragen zur Durchführung der Impfung:

Wie oft muss ich mich impfen lassen?

Für eine vollständige Immunisierung sind mit dem mRNA-Impfstoff von BioNTech und Moderna und dem Vektor-basierten Impfstoff von AstraZeneca zwei Impfstoffdosen notwendig. Eine zweite Impfstoffdosis muss - je nach Hersteller - in einem bestimmten Abstand zur Vervollständigung der Impfserie verabreicht werden.

Die STIKO empfiehlt einen Impfabstand von:

  • 3 bzw. 4 bis 6 Wochen für mRNA-Impfstoffe (BioNTech, Moderna)
  • 9-12 Wochen für den Vektor-basierten Impfstoff (AstraZeneca)

Sollte der empfohlene maximale Abstand zwischen der 1. und 2. Impfstoffdosis überschritten worden sein, kann die Impfserie dennoch fortgesetzt werden und muss nicht neu begonnen werden. Eine begonnene Impfserie muss mit dem gleichen Produkt abgeschlossen werden.

Quelle: Robert Koch Institut (Abrufdatum: 19.02.2021)

Wie läuft die Impfung ab?

Diese 5 Schritte durchlaufen Sie im Impfzentrum:

  1. Registrierung:               

Hier wird Ihre Impfberechtigung anhand des Personalausweises und/oder der Arbeitgeber-bescheinigung und/oder eines ärztlichen Zeugnisses geprüft.

 

  1. Warten:

Nach der Registrierung kommen Sie für kurze Zeit in einen separaten Wartebereich. Hier haben Sie die Möglichkeiten sich über die bevorstehende Impfung zu informieren.

       

  1. Aufklärungsgespräch:

Es folgt nun ein ärztliches Impfgespräch zur Aufklärung über Risiken und mögliche Nebenwirkungen. Hier können Sie persönliche Fragen zur Impfung stellen. Im Anschluss an das Gespräch sind je ein Aufklärungsmerkblatt und ein Einwilligungsbogen zu unterschreiben.

 

  1. Impfung:

Ärmel hoch, es ist so weit: Sie werden geimpft. Geschultes Fachpersonal führt die Corona-Schutzimpfung durch. Zur Dokumentation der Impfung wird der Impfstoff mit Chargennummer in Ihren Impfpass eingetragen. Sollten Sie keinen Impfpass haben, erhalten Sie eine Ersatzbestätigung.

 

  1. Nachbeobachtung:

Nach der Impfung bleiben Sie zur Sicherheit noch in einem separaten Wartebereich und werden medizinisch beobachtet.

 

 

 

 

  1. Check-out und Termin für die zweite Impfung

Bitte beachten Sie, dass Sie eine zweite Impfung benötigen und den vollen Impfschutz erst zwei bis drei Wochen nach der zweiten Impfung erreichen. Bitte bringen Sie zu diesem Termin in jedem Fall Ihren Impfausweis oder die Ersatzbestätigung wieder mit.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (Abrufdatum: 17.02.2021)

Wird mir der Impfstoff mit -70°C in den Körper gespritzt?

Nein. Der Impfstoff wird zwar bei circa -70°C aufbewahrt, kurz vor der Impfung wird er aber aufgetaut und in Kochsalzlösung, die bei normaler Kühlschrank- oder Raumtemperatur gelagert wird, aufgenommen.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (Abrufdatum: 17.02.2021)

Welche Unterlagen brauche ich für die Impfung?

Bitte halten Sie zur Überprüfung Ihrer Impfberechtigung folgende Dokumente bereit:

  • Personalausweis
  • Arbeitgeberbescheinigung zur Feststellung Ihrer Berufsgruppe
  • Ärztliches Zeugnis

Da die Schutzimpfung im Impfausweis dokumentiert wird, sollten Sie Ihren Impfausweis/Impfpass zur Impfung mitbringen. Falls Sie keinen Impfpass haben, wird die Schutzimpfung in einer Impfbescheinigung dokumentiert.

Vor der Impfung erfolgt ein ärztliches Impfgespräch zur Aufklärung über Risiken und mögliche Nebenwirkungen. Im Anschluss an das Gespräch sind je ein Aufklärungsmerkblatt und ein Einwilligungsbogen zu unterschreiben. Beide Dokumente können Sie bereits vorab ausdrucken und ausfüllen:

Was muss ich sonst mitbringen?

Bitte tragen Sie bei Betreten des Impfzentrums eine FFP2-Maske.

Denken Sie bitte außerdem, falls notwendig, an Ihre Lesebrille und Ihr Hörgerät.

Wie viel Zeit muss ich für die Impfung einplanen?

Planen Sie für die verschiedenen Schritte (Information, Aufklärung, Impfung, Nachbeobachtung) ca. eine Stunde ein.

Darf eine Begleitperson mit zum Impftermin?

Sollten Sie vor Ort Unterstützung benötigen, können Sie mit einer Begleitperson zum Impfzentrum kommen.

Kann ich zwischen den unterschiedlichen Impfstoffen wählen?

Nein, es besteht keine freie Wahl.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (Abrufdatum: 17.02.2021)

Wie wird die Impfung dokumentiert?

Die Schutzimpfung wird im Impfausweis oder, falls der Impfausweis nicht vorgelegt wird, in einer Impfbescheinigung dokumentiert.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (Abrufdatum: 17.02.2021)

Welche Daten werden im Rahmen der Impfung erhoben bzw. gespeichert?

Datenschutz und Datensicherheit sind bei einer Verarbeitung sensibler personenbezogener Daten von großer Bedeutung. Personenbezogene Daten werden daher nur im notwendigen Umfang verarbeitet. Zudem werden umfangreiche technische und organisatorische Maßnahmen getroffen, um jederzeit sicherzustellen, dass die europäischen und nationalen Vorschriften über den Datenschutz auch von etwaigen externen Dienstleistern beachtet werden.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (Abrufdatum: 18.02.2021)

Fragen zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfung:


Wie sicher sind die neuen Impfstoffe?

In Deutschland wird ein Impfstoff nur dann zugelassen, wenn er alle drei Phasen des klinischen Studienprogramms erfolgreich bestanden hat. Diese nationalen und internationalen Qualitätsstandards gelten wie bei allen anderen Impfstoff-Entwicklungen auch bei der Zulassung einer Coronavirus-Impfung. Nach der Marktzulassung wird die Impfstoff-Anwendung weiter eng überwacht und bewertet, um auch sehr seltene Nebenwirkungen zu erfassen.

Auch wenn die Impfstoffentwicklung dieses Mal deutlich schneller gelingt als bisher, geht damit kein Herabsenken der Standards für die Zulassung einher. Die Beschleunigung der Impfstoffentwicklung ist zum einen damit zu erklären, dass für sie viel Geld investiert wird und damit Studien ohne Zeitverzögerung im großen Stil durchgeführt werden können. Zum anderen überwachen und prüfen die Zulassungsbehörden die Impfstoffentwicklung so schnell es geht. Durch diese Priorisierung können die forschenden Firmen und Labore Zeit sparen und schneller von einer Prüfphase in die nächste gehen.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (Abrufdatum: 18.02.2021)

Welche Corona-Impfstofftypen gibt es und wie wirken diese?

Ziel jeder Impfung ist, dass der Körper eine passende Immunantwort gegen das Virus entwickelt. So kann er eindringende Viren erkennen und bekämpfen. Damit der Körper das Virus abwehren kann, muss er ´jedoch zunächst lernen, wie das Virus aussieht.

Ein Baustein des Corona-Virus sind die sog. Spike-Proteine. An diesen Spike-Proteinen kann das Immunsystem das Corona-Virus besonders gut erkennen. Die Corona-Impfstoffe müssen dem Körper also zeigen, wie die Spike-Proteine aufgebaut sind. Nur so kann das Immunsystem einen entsprechenden Schutz entwickeln.

Dies kann auf unterschiedliche Weise erfolgen:

  • In mRNA-Impfstoffen gegen COVID-19 ist eine „Bauanleitung“ (mRNA) für das Spike-Protein enthalten. Mit dem „Bauplan“ können nur Spike-Proteine, nicht das gesamte Virus, hergestellt werden. Die Spike-Proteine sind für den menschlichen Körper nicht gefährlich. Nach der Impfung werden die Spike-Proteine in der menschlichen Zelle hergestellt. Da der Körper die Spike-Proteine noch nicht kennt, werden diese als Fremdkörper wahrgenommen. Es kommt zu einer Immunantwort, spezifische Abwehrzellen werden aktiviert. Da sich der Körper das Aussehen der Spike-Proteine gemerkt hat, kann er das Virus nun auch im Falle einer echten Corona-Infektion erkennen und bekämpfen.
  • Beim Vektorimpfstoff wird ein Virus als Transportmittel eingesetzt. Dieser wird Vektor genannt und ist für den Menschen harmlos. Im Gegensatz zum mRNA-Impfstoff wird beim Vektorimpfstoff die DNA (Original des Bauplans) der Spike-Proteine und nicht die mRNA (Kopie) genutzt. Nach der Impfung werden die Spike-Proteine hergestellt, woraufhin der Körper auch hier eine Immunantwort bildet.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (Abrufdatum: 18.02.2021), Robert Koch Institut (18.02.2021)

In Anlehnung an Ella Böhm, zdf heute (18.02.2021)

Können mRNA-Impfstoffe in das Erbgut eines Menschen eingreifen?

Es besteht kein erkennbares Risiko einer Integration von mRNA in das menschliche Erbgut. Beim Menschen befindet sich das Erbgut in Form von DNA im Zellkern. Eine Integration von RNA in DNA ist u.a. aufgrund der unterschiedlichen chemischen Struktur nicht möglich. Es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass die von den Körperzellen nach der Impfung aufgenommen mRNA in DNA umgeschrieben wird.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (Abrufdatum: 18.02.2021)

Wo finde ich gute Informationen zur Corona-Schutzimpfung?

Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet unter www.zusammengegencorona.de zahlreiche Fragen zu Impfstoff-Typen, zur Verteilung der Corona-Impfung und weiteren Themen.

Das Bayerische Staatsministerium informiert unter www.stmgp.bayern.de/coronavirus/impfung ebenso zum Thema Corona-Schutzimpfung.

Auch das Robert Koch-Institut beantwortet häufig gestellte Fragen zum Thema COVID-19 und Impfen (www.rki.de).

Das Paul-Ehrlich-Institut ist in Deutschland unter anderem für die Zulassung von Impfstoff-Studien verantwortlich. Das Institut hat unter www.pei.de Informationen zur Entwicklung und Zulassung eines Impfstoffs aufbereitet.

Wie lange hält die Wirkung an und ist eine Auffrischung notwendig?

Aktuell ist noch nicht bekannt, wie lange der Impfschutz hält und ob bzw. wann eine Auffrischung notwendig ist.

Quelle: Robert Koch Institut (Abrufdatum: 18.02.2021)

Können Frauen mit Kinderwunsch sich gegen Covid-19 impfen lassen?

Ja, auch Frauen mit Kinderwunsch können sich gegen COVID-19 impfen lassen. Die verfügbaren COVID-19 Impfstoffe wurden an Erwachsenen – auch Frauen mit Kinderwunsch – getestet und für sicher und wirksam befunden.

Quelle: Robert Koch Institut (Abrufdatum: 17.02.2021)

Warum ist der Impfstoff von AstraZeneca nun auch für Personen ab 65 Jahren empfohlen?

Zum Zeitpunkt der Empfehlung des COVID-19-Impfstoffs AstraZeneca Vaccine (29.01.2021) lagen aus Sicht der STIKO nur unzureichende Daten aus der Zulassungsstudie zur Schutzwirkung im höheren Lebensalter vor. Der Impfstoff wurde daher zunächst nur für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren empfohlen.

Nach der sorgfältigen Prüfung neuer Daten empfiehlt die STIKO nun seit dem 11.03.2021 die AstraZeneca Vaccine ohne Einschränkung für Personen ab dem Alter von 18 Jahren. Die Studienergebnisse zeigen eine gute Schutzwirkung des AstraZeneca-Impfstoffs auch bei über 65-Jährigen.

Quelle: Robert Koch Institut (Abrufdatum: 15.03.2021)

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Impfreaktionen sind nicht gleich Nebenwirkungen. Auf Grund von klinischen Studien vor der Zulassung, die eine gute Verträglichkeit des Impfstoffes gezeigt haben, ist die Häufigkeit von Nebenwirkungen niedrig. Es kann allerdings, wie nach jeder Impfung, zu Impfreaktionen kommen. Impfreaktionen sind eigentlich ein gutes Zeichen dafür, dass Ihr Körper den Impfstoff aufnimmt und Antikörper entwickelt. Impfreaktionen können beispielsweise stärkere Kopfschmerzen, Glieder- und Gelenkschmerzen, lokale Einstichschmerzen am Arm, Müdigkeit oder grippeähnliche Symptome umfassen.

Nebenwirkungen können beim Hausarzt, in der Apotheke oder beim Paul-Ehrlich-Institut (www.nebenwirkungen.bund.de) gemeldet werden.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (Abrufdatum: 18.02.2021)

Müssen nach einer Impfung trotzdem Hygieneregeln und weitere Maßnahmen zum Infektionsschutz eingehalten werden?

Die neuen Impfstoffe gegen COVID-19 versprechen einen guten individuellen Schutz vor einer Erkrankung. Trotzdem sollten auch Personen, die geimpft sind, bis auf Weiteres Maske tragen, sich an die Hygiene- und Abstandsregeln halten und die Quarantänepflichten bei Kontakt mit Erkrankten oder als Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet beachten. Denn auch wer geimpft ist, könnte noch zur Übertragung des Coronavirus beitragen.

Quelle: Robert Koch Institut (Abrufdatum: 17.02.2021)

Kann es trotz der Schutzimpfung zu einer Covid-19 Erkrankung kommen?

Nach derzeitigem Kenntnisstand bieten die COVID-19-Impfstoffe eine gute Wirksamkeit. Es kann jedoch auch trotz COVID-19-Impfung zu einer COVID-19-Erkrankung kommen, da die Impfung keinen 100%igen Schutz bietet.

Quelle: Robert Koch Institut (Abrufdatum: 17.02.2021)



Wo finde ich Informationen in Leichter Sprache?

Informationen in Leichter Sprache erhalten Sie unter:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Robert Koch Institut (RKI)

Unter RKI - Leichte Sprache - Informationen zum Corona-Virus in Leichter Sprache können Sie außerdem wichtige Dokumente in Leichter Sprache (z.B. Aufklärungsmerkblatt, Anamnese-Fragebogen) herunterladen.

Wo finde ich Informationen in Gebärdensprache?

I

Der Bund hat einen Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte per Fax und E-Mail sowie ein Gebärdentelefon (Videotelefonie) eingerichtet:

Unter www.stmgp.bayern.de/gebaerdensprache/ finden Sie Videos in Deutscher Gebärdensprache zur Coronavirus-Schutzimpfung.